#Cancer + #NCDs = #GlobalGoals

Last week, there was much buzz about Pope Francis visiting the U.S. One of the stops he made was to address the United Nations (UN) General Assembly of heads of state, diplomats, and other country representatives. His visit came on Day 1 of a summit marking the adoption of goals agreed to by UN member states intended to improve prosperity and wellbeing for all people around the world. The agreement builds on a set of goals set back in 2000 and sets a new shared agenda for the year 2030.

Non-communicable diseases (NCDs), including cancer, were called out among the targets countries should be working towards. Specifically, the goals call for a one-third reduction in premature mortality from NCDs through prevention and treatment. This marks the first time NCDs were featured on an international agenda of this magnitude, a big deal for the community. Thus, the mood last week in New York was quite celebratory. Following our collective advocacy for and following a high-level meeting on NCDs in 2011, we have come to a point where NCD priorities are seen on par with other global concerns.

The inclusion is significant. Now, cancer and other NCDs stand a better chance of being acknowledged by policymakers or program leaders keen to advance other health priorities and, thus, integrated into their commitments and initiatives. In fact, multiple events around this year’s summit spoke to the emerging burden of NCDs and its impact on the broader global health agenda. And with NCDs being a cross-cutting issue related to agriculture (e.g. food we grow), infrastructure (e.g. roads or parks we build), trade (e.g. drugs or technology we send or receive), and a host of other sectors beyond health, there is a tremendous opportunity to link with leaders and organizations working in these areas. In fact, the new global goals encourage coordination or collaboration and have been designed to facilitate such overlap.

Yet another aspect of these global goals different from their iteration in 2000 is the fact that everyone is invited to be a part of the solution. UN officials recruited advocates and champions to spread the word about this new agenda and help us all understand how they relate to our everyday lives as well as what role we can have in their success. From cancer to NCDs to general health and wellbeing, we are in this together. We have a collective responsibility to ensure goals have global reach and meaningful results.

For several years, the global cancer and NCD communities have been working toward this recognition and mandate. Now that we have these, the real work begins, in service of people affected worldwide.

 

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DKTK: Neuer Therapieansatz gegen Bauchspeicheldrüsenkrebs und Lungenkrebs

Bauchspeicheldrüsenkrebs ist eine der aggressivsten und am schwierigsten zu behandelnden Tumorarten. Vor allem bei fortgeschrittenen Tumoren sind neue Konzepte nötig, um die hohe Therapieresistenz dieser Tumore zu durchbrechen. DKTK-Forscher um Prof. Dr. Jens Siveke am Münchner Klinikum Rechts der Isar haben in Zusammenarbeit mit einem Team der Stanford Universität eine neue Therapiekombination untersucht, mit der sie das Wachstum von Pankreas- und Lungenkarzinomen eindämmen konnten. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun in der Zeitschrift Nature Medicine.

Das Pankreaskarzinom ist ein hochaggressiver Tumor, gegen den bisher verfügbare Therapien wenig ausrichten können. Hierfür verantwortlich ist unter anderem eine ausgesprochen hohe Resistenz der Tumoren gegenüber jeglicher Chemo- und Strahlentherapie. Neuere Studien zu den genetischen Veränderungen weisen darauf hin, dass neben krebsfördernden Mutationen in Genen wie RAS und MYC auch epigenetische Prozesse eine wichtige Rolle beim Pankreaskarzinom spielen. Epigenetische Faktoren modifizieren die Chromosomen und die DNA und beeinflussen damit die Aktivität von Genen, ohne dass die DNA-Sequenz verändert wird. Sie werden zunehmend als zentrale Schaltstellen für zahlreiche Tumoreigenschaften identifiziert.

Für die nun veröffentlichte Studie arbeitete ein Team aus Wissenschaftlern mehrerer Kliniken und Institute des Klinikums Rechts der Isar mit Kollegen der Stanford Universität zusammen. Federführend waren der DKTK-Forscher Jens Siveke sowie Pawel Mazur und Julien Sage. Die Wissenschaftler prüften, ob das Protein BRD4, das den epigenetischen Code von Zellen reguliert, eine Zielstruktur darstellt, über die das Wachstum der Tumorzellen gebremst werden kann.

Die Forscher zeigten zunächst, dass Zellen des Pankreaskarzinoms besonders viel BRD4 bilden. Anschließend testeten sie an Mäusen mit verschieden aggressiven Pankreastumoren, ob eine gegen BRD4 gerichtete Therapie mit dem Wirkstoff JQ1 einen therapeutischen Effekt hat. Hierfür wurden die Tumoren unter anderem mit Bildgebungssystemen nicht-invasiv untersucht. Obwohl die Therapie das Wachstum der Tumoren verringerte, war kein deutlicher Überlebenseffekt nachweisbar.

Daraufhin untersuchten die Wissenschaftler, ob die gegen BRD4 gerichtete Therapie möglicherweise in Kombination mit einer Chemo- oder einer weiteren zielgerichteten Therapie effektiver gegen die Tumoren wirkt. Beim Test verschiedener geeigneter Wirkstoffe zeigte sich überraschenderweise, dass die Kombination von JQ1 mit einem weiteren epigenetischen Therapieprinzip die Wirksamkeit am deutlichsten verbesserte.

Der Wirkstoff SAHA, der zu den sogenannten HDAC-Inhibitoren zählt, steigert den programmierten Zelltod von Tumorzellen. Behandelten die Forscher Mäuse mit einer Kombination beider Substanzklassen, überlebten die Tiere deutlich länger.

Das Pankreaskarzinom ist fast immer durch eine Mutation im RAS-Gen bedingt. Bisher gibt es keinen Wirkstoff, der sich gezielt gegen diese tumortreibende Genveränderung richtet. Das Team stellte sich daher die Frage, ob die Kombination von JQ1 und SAHA auch bei anderen durch das RAS-Gen angetriebenen Tumorarten wirksam sein könnte. An Mäusen, denen menschliche Lungentumoren übertragen worden waren, schlug die Wirkstoff-Kombination gut an. Die Forscher hoffen daher, dass die Kombination der beiden epigenetisch wirkenden Substanzen möglicherweise auch bei anderen, schwierig zu behandelnden Tumoren aussichtsreich sein könnte.

„Es ist zu hoffen, dass diese Ergebnisse dazu beitragen, dieses Therapieprinzip nun schnellstmöglich in klinischen Studien zu evaluieren“, sagt Jens Siveke, der zahlreiche Patienten in onkologischen Studien betreut. „Leider haben wir bisher kaum effektive Mittel gegen fortgeschrittene Stadien der Erkrankung. Im Sinne unserer Patienten ist daher eine schnelle Umsetzung in klinische Studien und ein besseres Verständnis der Wirkmechanismen für noch zielgenauere Therapien unsere zentrale Aufgabe“ so der Mediziner.

Die Wissenschaftler wollen nun unter anderem die Substanzen weiter verbessern, um ihre Wirkung zu präzisieren und Nebenwirkungen zu verringern. Des Weiteren planen sie, bereits vor einer Behandlung diejenigen Patienten besser zu identifizieren, die von einer derartigen Therapie profitieren können. Die Autoren haben bereits erste Kandidaten für derartige Biomarker identifizieren, etwa das Apoptose-Gen p57.

Jens Siveke leitet inzwischen kommissarisch die Abteilung für Translationale Onkologie solider Tumore am DKTK-Partnerstandort Essen/Düsseldorf.

Quelle: DKFZ.de