Lance Armstrong to Step Down as Chairman of LIVESTRONG

Lance Armstrong, founder and chairman of LIVESTRONG, made the following announcement today regarding his status as chairman of the cancer non-profit organization’s board of directors:

“In 1996, as my cancer treatment was drawing to an end, I created a foundation to serve people affected by cancer. It has been a great privilege to help grow it from a dream into an organization that today has served 2.5 million people and helped spur a cultural shift in how the world views cancer survivors. This organization, its mission and its supporters are incredibly dear to my heart.

“I am deeply grateful to the people of the foundation who have done such hard and excellent work over the last 15 years, building tangible and effective ways to improve the lives of cancer survivors. And I am deeply humbled by the support our foundation has received from so many people throughout the world – survivors, world leaders, business leaders and of course, the cancer community itself. We turn to this community frequently for guidance and collaboration to achieve our shared goals. They are unfailingly generous with their wisdom and counsel and I can never thank them enough.

“I have had the great honor of serving as this foundation’s chairman for the last five years and its mission and success are my top priorities. Today therefore, to spare the foundation any negative effects as a result of controversy surrounding my cycling career, I will conclude my chairmanship.

“My duties will transfer to Vice Chairman Jeff Garvey who will serve as chairman. Jeff’s guidance and wisdom have been critical to shaping the foundation’s work since its earliest days. Jeff was this organization’s founding chairman and I have full confidence that under his leadership, the foundation will continue expanding its ability to serve cancer survivors.

“My family and I have devoted our lives to the work of the foundation and that will not change. We plan to continue our service to the foundation and the cancer community. We will remain active advocates for cancer survivors and engaged supporters of the fight against cancer. And we look forward to an exciting weekend of activities marking the 15th anniversary of the foundation’s creation.”

“Long before he became a household name, Lance Armstrong created a foundation to serve others facing the same fears and challenges he struggled to overcome as a result of his cancer diagnosis,” said Doug Ulman, LIVESTRONG President and CEO. “Today, thanks to Lance’s leadership, that foundation has had the privilege of raising close to $500 million to serve people affected by cancer.

“Lance has made this foundation and its cause – aiding people whose lives have been touched by this disease – his life’s work. His leadership in the cancer community has spurred immeasurable progress and it has been a great privilege to work shoulder to shoulder with him on a daily basis during his chairmanship.

“We are grateful to Jeff Garvey for assuming the responsibilities of chairman. Jeff has been a guiding presence for LIVESTRONG for 15 years and we look forward to a seamless transition under his leadership and a continued strong focus on our core values and mission.

“Lance’s devotion to serving others whose lives were irrevocably changed by cancer, as his was, is unsurpassable. We are incredibly proud of his record as an advocate and philanthropist and are deeply grateful that Lance and his family will continue to be actively involved with the Foundation’s advocacy and service work. We look forward to celebrating 15 years of progress with Lance and his family this weekend and recommitting ourselves to the work of the cancer community for the years ahead.”

Spät erkannt und falsch behandelt

Wenn Nichtraucher an Lungenkrebs erkranken, werden sie häufig mit Vorurteilen konfrontiert und nicht optimal versorgt. Ein deutsches Netzwerk hilft jetzt bei der Diagnose.

Es begann mit Schmerzen in der rechten Seite – beim Husten oder Niesen. Zuerst glaubte Stephanie Dunn Haney, sie hätte sich eine Rippe gebrochen. Also wartete die US-Amerikanerin erst einmal ab. Doch die Schmerzen verschwanden nicht, nach eineinhalb Jahren ging Dunn Haney zu ihrer Ärztin. Die machte eine Röntgenaufnahme, konnte darauf aber nichts Auffälliges entdecken.

In den nächsten 18 Monaten folgten Untersuchungen im Kernspintomografen, Ultraschall, Physiotherapie und Chiropraktik. Der Schmerz blieb. Dunn Haney wurde unruhig, sie fürchtete, etwas Ernsteres zu haben. Ihre Ärztin beruhigte sie. „Sie sagte, sie könne nicht versprechen, dass es kein Krebs ist, aber es gebe auch keine Anzeichen dafür“, erzählt die Mutter zweier Kinder. Und schließlich gehörte sie zu keiner Risikogruppe: Dunn Haney hatte nie geraucht und keine Krebsfälle in der Familie.

Trotzdem drängte sie auf eine Computertomografie. Dabei entdeckten die Mediziner einen Schatten auf der Lunge – wahrscheinlich von einer alten Infektion, so die Einschätzung der Hausärztin. Sie überwies Dunn Haney an einen Spezialisten, um eine zweite Meinung einzuholen. Auch der sagte, es handle sich wahrscheinlich nicht um Krebs. Doch Dunn Haney beharrte auf einer Biopsie, bei der ein Stück Lungengewebe entnommen wird.

Im Oktober 2007, dreieinhalb Jahre nach Auftreten der ersten Symptome, diagnostizierten die Ärzte bei Stephanie Dunn Haney Lungenkrebs im vierten Stadium – Endstadium also, unheilbar.

Globale Todesstatistik

Weltweit sterben mehr Menschen an einem Lungenkarzinom als an jeder anderen Krebsart. Der größte Risikofaktor dafür ist nach wie vor das Rauchen. Doch auch bei Menschen, die nie eine Zigarette angefasst haben, scheint die Krankheit zuzunehmen. In den USA sind 17,5 Prozent aller Lungenkrebs-Patienten Nichtraucher, bei Frauen ist der Anteil sogar noch höher. Besonders hoch sind die Raten in Südostasien, wo mehr als 50 Prozent der an Lungentumoren erkrankten Frauen nie geraucht haben.

Würde dieser Nichtraucher-Lungenkrebs als eigenständige Krankheit klassifiziert, wäre sie die siebthäufigste tödliche Krebsart weltweit und die sechsthäufigste in den USA. „An einem Lungenkarzinom sterben drei- bis viermal so viele Menschen, die nie geraucht haben, wie an Gebärmutterhalskrebs“, sagt Mick Peake, Atemwegsspezialist an der britischen University of Leicester.

Neue Forschungsergebnisse sprechen tatsächlich für ein ganz eigenes Krankheitsbild – und die Patienten hätten bessere Überlebenschancen, würden nicht alle über einen Kamm geschert, sondern rasch per Gentest untersucht und maßgeschneidert therapiert. Eine schnelle Behandlung wäre auch in Regionen ohne spezialisierte Krebszentren möglich. Das bestätigt eine aktuelle Studie, die Wissenschaftler vor kurzem bei einem Treffen der American Society of Clinical Oncology in Chicago vorgestellt haben.

Die Ursachen für Lungenkrebs bei Nichtrauchern sind ganz unterschiedlich: Beispielsweise kann der Tumor durch eine genetische Vorbelastung entstehen oder durch Luftverschmutzung. Manchmal ist Passivrauchen der Auslöser – auch wenn aufgrund von Aufklärungskampagnen immer weniger Menschen qualmen. Solche Warnungen scheinen einen ungewollten Nebeneffekt zu haben: Zwar geht die Zahl der Raucher zurück, doch stempeln Öffentlichkeit und etliche Ärzte viele Lungenkrebs-Patienten vorschnell als unheilbar ab. Die Betroffenen – so zeigen neuere Untersuchungen – werden deshalb mit geringerer Wahrscheinlichkeit an einen Onkologen überwiesen als Patienten mit anderen Tumorarten.

So gaben in einer Studie aus dem Jahr 2007 von 672 amerikanischen Hausärzten 228 an, sie würden eine Patientin mit Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium und schlechter Prognose an einen Spezialisten überweisen; bei einem Lungenkrebs-Patienten in ähnlichem Zustand wollten das nur 134 der Mediziner tun (mehr im „Journal of Thoracic Oncology„).“Diese Ignoranz ist ein großes Problem“, sagt die Betreuerin der Studie Joan Schiller vom Southwestern Medical Center der University of Texas in Dallas.

Eine neuere Untersuchung mit 36 Lungenkrebs-Patienten im US-Bundesstaat Wisconsin erbrachte ähnlich Ergebnisse. „Ein kritischer Punkt ist, dass die Hausärzte die Symptome nicht erkennen, vor allem bei Patienten ohne Raucher-Vorgeschichte“, sagt Regina Vidaver, Geschäftsführerin des Interessenverbands National Lung Cancer Partnership und Leiterin der Studie. „Es dauert, bis die Patienten eine Diagnose erhalten.“ In einem Fall habe sich ein Lungenspezialist sogar geweigert, einen Patienten an einen Onkologen zu überweisen, weil seiner Ansicht nach nichts mehr habe getan werden können. „Dem Mann wurde einfach gesagt, er solle nach Hause gehen und seine Angelegenheiten regeln.“

Viele sehen in dieser negativen Haltung auch den Grund, warum Forschungsprogramme zum Lungenkarzinom nur einen Bruchteil der Finanzierung bekommen, die andere Krebsarten erhalten. In Großbritannien etwa gingen 2010 nur 5 Prozent der Mittel in die Lungenkarzinom-Forschung, die Brustkrebs-Forschung bekam 19 Prozent. Werden zusätzlich die unterschiedlichen Sterberaten berücksichtigt, erscheint das Bild noch drastischer: Auf jeden Todesfall durch Brusttumore entfallen in den Vereinigten Staaten rechnerisch Forschungsgelder von 26 398 Dollar, bei Lungenkrebs sind es nur 1442 Dollar.

Der feine Unterschied

Dabei verdichten sich die Hinweise, dass Nichtraucher-Lungenkrebs eine eigenständige Krankheit sein könnte. So machten vor einigen Jahren Paul Paik und seine Kollegen am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York eine interessante Entdeckung: Lungenkrebs-Patienten, die noch nie geraucht hatten, überlebten nach der Diagnose etwa zweimal so lange wie aktive oder ehemalige Raucher. Der Ehrgeiz der Forscher war geweckt – seither versuchen sie eine Erklärung zu finden.

Im Mai dieses Jahres veröffentlichten die Wissenschaftler ihre Ergebnisse: Sie hatten verschiedene genetische Faktoren für ein erhöhtes Krebsrisiko bei Nichtrauchern und Rauchern ausgemacht. Dafür hatten sie die Tumore von 293 Menschen, die nie geraucht haben, und von 382 früheren oder aktiven Rauchern analysiert.

Die Studie erbrachte signifikante Unterschiede bei drei Genen, die wichtige signalgebende Proteine kodieren. Veränderungen in diesen Genen können das Tumorwachstum fördern: Bei den Niemals-Rauchern war die Wahrscheinlichkeit für Mutationen des EGFR-Gens mehr als doppelt so hoch, die für Variationen des ALK-Gens sogar sechsmal so hoch wie bei den beiden anderen Gruppen. Zehnmal so viele ehemalige oder aktive Raucher dagegen wiesen eine Veränderung auf dem KRAS-Gen auf (siehe Journal Cancer). „Niemals-Raucher scheinen Mutationen zu haben, die auf bessere Heilungschancen schließen lassen“, sagt Paik. „Die Überlebensrate für Patienten mit KRAS-Variation ist dagegen viel niedriger.“

Viele dieser Veränderungen lassen sich mit Tests nachweisen und dann gezielt behandeln. So sprechen Tumore bei einer EGFR-Mutation besser auf eine Gruppe von Medikamenten an, die das entsprechende EGFR-Protein blocken, darunter das Mittel Erlotinib (Handelsname Tarceva). Bei Veränderungen des ALK-Gens scheint Crizotinib (Handelsname Xalkori) gut zu wirken. Auch Mittel, die bei KRAS-Mutation zum Einsatz kommen, werden bereits in klinischen Studien geprüft.

Gezielt wirkende Medikamente scheinen bei Niemals-Rauchern besonders gut zu wirken, denn bei ihren Karzinomen spielen meist nur ein oder zwei Genvarianten eine Rolle – das macht Hoffnung. Lungentumore von Rauchern dagegen können Hunderte unterschiedlicher Genmutationen enthalten und sind viel schwieriger zu therapieren. „Wir können zwar nicht von Heilung sprechen, aber vielen Menschen mit EGFR- oder ALK-Mutation geht es mit diesen speziellen Medikamenten erstaunlich gut“, sagt Paik. „Zwar kehrt der Krebs leider meist zurück, aber das Leben lässt sich um 18 Monate oder mehr verlängern.“

Damit die Patienten richtig behandelt werden, ist vor allem eins wichtig: die richtige Diagnose. Zudem eine prompte und möglichst maßgeschneiderte Therapie. Dafür müssen auch die Ärzte umdenken und ihre Wahrnehmung schärfen, um nicht jeden Lungenkrebs-Patienten als hoffnungslosen Fall aufzugeben. „Das größte Hindernis ist, dass entsprechende Testmethoden wenig bekannt und nicht überall verfügbar sind“, sagt Thomas Zander aus der Arbeitsgruppe Innere Medizin der Universitätsklinik Köln.

Beim diesjährigen Onkologen-Treffen in Chicago berichtete der Lungenkrebs-Experte über ein Screening-Netzwerk, das er mit seinen Kölner Kollegen eingerichtet hat. Es bietet unter anderem Tests für nichtspezialisierte regionale Krankenhäuser an, mit denen sich genetische Veränderungen aufspüren lassen. Bilanz der ersten 18 Monate: 2000 Gewebeproben sind eingegangen, und bei fast 80 Prozent davon war eine Diagnose möglich.

Noch aber sind solche Netzwerke die Ausnahme – bis sich das ändert, werden es viele Patienten weiterhin schwer haben, die richtige Diagnose und Zugang zu potenziell hilfreichen Medikamenten zu bekommen.

Mit dem Krebs leben

Diese Erfahrung machte auch Dunn Haney. Der erste Onkologe, den sie aufsuchte, bot ihr eine Standard-Chemotherapie an und meinte, molekulare Tests seien in ihrem Stadium sinnlos. „Ich sagte dem Arzt: Ich bin 39 Jahre alt und habe zwei Kinder im Alter von zweieinhalb und viereinhalb Jahren“, erzählt sie, „ich muss den Krebs besiegen.“ Er freue sich, habe der Arzt geantwortet, es sei sehr gut, mit Kämpfern zu arbeiten. Doch es gebe auch ein Problem: Manchmal wüssten die Kämpfer nicht, wann sie lieber aufgeben sollten.

Trotz der düsteren Worte ließ sich Dunn Haney nicht entmutigen. Sie holte eine zweite und noch eine dritte Meinung ein. Schließlich fand sie einen Arzt in Pennsylvania, der erklärte, fortgeschrittener Lungenkrebs sei zwar nicht heilbar, aber wie Diabetes oder Herzleiden in den Griff zu bekommen.

Nach einer Chemotherapie nahm Dunn Haney die Medikamente Tarceva und Avastin ein. Zwei Jahre lang hemmten sie das Wachstums des Karzinoms. Als der Tumor wieder größer wurde, wiesen die Ärzte eine Mutation des ALK-Gens nach, und sie stieg um auf Xalkori.

Seit bei Stephanie Dunn Haney die ersten Symptome auftraten, sind acht Jahre vergangen. „Ich habe ein recht normales Energieniveau, und niemand weiß so richtig, dass ich krank bin“, erzählt sie. Die Töchter Libby und Allie sind jetzt neun und sieben Jahre alt.

Ihre Mutter ist dankbar für jeden ihrer Fortschritte, den sie miterleben darf: „Ob neue Zähne, ein Sieg im Sport oder ein Abschlusszeugnis: Es ist nicht so wichtig, dass ich das sehe“, sagt sie. „Wichtiger ist, die Kinder wissen, ihre Mutter war da.

Quelle: New-Scientist.de

Krebs-Infodienst: Jetzt sind die Ärzte dran

Per Telefon, Mail oder Facebook: Der Krebsinformationsdienst adressiert sich bislang vor allem an Patienten. Nun will sich der KID mehr an Bedürfnissen von Ärzten ausrichten.
Niedergelassene Ärzte sollten Krebspatienten verstärkt auf die Hotline des Krebsinformationsdienstes (KID) des Deutschen Krebsforschungszentrums aufmerksam machen. Sie sollten ihn darüber hinaus auch selbst mehr als bisher nutzen. Diesen Aufruf haben Dr. Regine Hagmann, KID-Leiterin, und Andrea Gaiser, Ärztin beim KID, gestartet. Ob per Telefon, E-Mail oder Facebook – bundesweit hilft der KID bislang Patienten und Angehörigen, sich in der wachsenden Informationsflut zum Thema Krebs zu orientieren. „Die Diagnose Krebs löst bei den Betroffenen Gefühle wie Angst und Schock, aber auch Fragen über Fragen aus“, sagt Gaiser. Die Patienten wollten alles über die Erkrankung, deren Behandlung und Heilungschancen wissen. Typische Fragen sind: Wo finde ich die beste Behandlung? Was für Nebenwirkungen habe ich zu erwarten? Wie wird sich die Krankheit auf mein Leben auswirken? Was gibt es für alternative Methoden? „Erste und wichtigste Ansprechpartner der Krebspatienten sind stets die behandelnden Ärzte“, sagt Gaiser.

Orientierung für das Internet-Wissen
Aber nicht alles, was ein Arzt sage, könnten sich Patienten in einer solch belastenden Situation merken. Andere Fragen fallen ihn erst zu Hause ein. Hier hilft ein Anruf beim KID. „Das wiederum kann Ärzte in den Praxen entlasten“, so die Medizinerin. Über 80 Prozent der Deutschen suchten im Internet nach Gesundheitsinformationen. 74 Millionen Zugriffe haben die DKFZ-Wissenschaftler 2011 auf ihren Internetseiten ermittelt. Die meisten Patienten wollten über ihre Funde nochmals sprechen. „Eine Orientierung in der Internet-Infolandschaft ist für medizinische Laien schwierig“, sagt Gaiser. Über 26.000 Menschen haben im vergangenen Jahr beim KID unter der kostenlosen Nummer 0800/4203040 angerufen. 4400 Betroffene oder Angehörige suchten darüber hinaus den Kontakt per E-Mail. Innerhalb von zwei Tagen – so lautet die hausinterne Vorgabe – werden die Anfragen beantwortet. Seit diesem Jahr kann man KID auch über Facebook kontaktieren. 18 Minuten dauert ein Gespräch beim KID im Durchschnitt. Am Freitagabend oder Sonntag ist auch schon einmal eine Stunde nötig, bis alle Fragen beantwortet sind. Oft rufen bei KID Patienten an, die ihren Arztbrief vor sich liegen haben oder Abkürzungen nicht verstehen. Auch spezielle Fragen, so über die „Elektrochemotherapie bei Hautmetastasen“ können besprochen werden.

Befragung unter Ärzten gestartet
„Wir vermitteln an die betroffenen Patienten nicht nur nackte Informationen, sondern gehen auch auf individuelle Probleme ein,“ berichtet die KID-Leiterin Dr. Regine Hagmann. Grundsätzlich betone man in diesen Gesprächen, dass das Gesagte mit dem behandelnden Haus- oder Facharzt besprochen werden solle. „Den Onko-Lotsen können und wollen wir nicht ersetzen“, stellen Hagmann und Gaiser klar. Ihrer Erfahrung nach profitieren niedergelassene Ärzte von diesen informierten Patienten. Diese hätten nicht nur realistischere Erwartungen im Zusammenhang mit der Behandlung, sondern würden auch seltener Therapien abbrechen. „Es wäre hilfreich, wenn niedergelassene Ärzte in ihren Wartezimmern unsere Flyer mit unseren Kontaktdaten auslegen“, wünscht sich KID-Chefin Hagmann. Diese Infoblätter können beim DKFZ bestellt oder im Internet heruntergeladen werden. Nutzer des KID sind bislang in erster Linie Patienten und ihre Angehörigen. Ärzte und andere Leistungserbringer machen bislang nur fünf Prozent der Kontakte aus. Das soll sich ändern: Welchen Bedarf niedergelassene Ärzte an Krebsinformation haben, hat die Prognos AG in einer Befragung im Auftrag des KID ermittelt. Die Angebote sollen verstärkt auf die Bedürfnisse von Fachkreisen abgestimmt werden. Dabei hat man Allgemeinärzte, hausärztlich tätige Internisten, Gynäkologen, Urologen sowie psychotherapeutisch Tätige, die in ihrer Praxis auch Krebspatienten behandeln, im Blick.

Quelle: Aerztezeitung.de