Krebsbekämpfung per Gesetz

Der Mediziner und Buchautor Siddhartha Mukherjee nennt Krebs den „König aller Krankheiten“. Ein König, der nicht kapituliert: Trotz jahrzehntelanger Forschung steigt Jahr für Jahr die Zahl der Menschen, die an Krebs erkranken. 2008 waren es in Deutschland 470.000. Krebs ist die zweithäufigste Todesursache hierzulande. Gesundheitsminister Daniel Bahr will nun per Gesetz Vorsorge und Therapie verbessern. SPD und Grüne unterstützen die Pläne, die morgen vom Kabinett verabschiedet werden sollen. Medizinern und einigen Krankenkassen gehen die Vorgaben jedoch nicht weit genug.

Zu den wesentlichen Neuerungen gehört der Ausbau der Krebsfrüherkennungsprogramme. Zusätzlich zum Mammographie-Screening sollen künftig auch regelmäßig Einladungen zur Untersuchung auf Darm- und Gebärmutterhalskrebs verschickt werden. Die Entscheidung, wer angeschrieben wird, will Bahr dem Gemeinsamen Bundesausschuss überlassen, dem Vertreter der Kliniken, Ärzte und Kassen angehören. Das Gremium wird verpflichtet, Altersgrenzen und den Einladungsrhythmus „nach dem jeweiligen Stand des medizinischen Wissens“ festzulegen. Zur Brustkrebs-Früherkennung werden alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre aufgefordert.

Fortschritte bei der Behandlung erhofft sich das Ministerium durch einheitliche verbindliche Standards für die Sammlung der Patientendaten. Die Länder werden zur Einrichtung von klinischen Krebsregistern verpflichtet, in denen alle Daten – von der Diagnose über die Behandlungsschritte bis zu Nachsorge und Rückfällen – festgehalten und ausgewertet werden.

Ganz neu ist das nicht: Bereits heute gibt es etwa 50 klinische Krebsregister. Die Sammlung der Daten ist allerdings weder flächendeckend noch einheitlich. Als vorbildlich gelten die neuen Bundesländer, die an einem DDR-Erbe festhielten. Bereits 1952 hatte die Regierung der DDR ein Nationales Krebsregister eingeführt, das zu Zeiten der Wiedervereinigung zu den weltweit größten Datensammlungen auf dem Gebiet der Onkologie zählte.

Ein Prognos-Gutachten, das im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums vor zwei Jahren die bestehenden Krebsregister verglich, lobt die fest etablierten Strukturen und verpflichtenden Vorgaben in Ländern wie Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Brandenburg.

Kritik am Gesetzentwurf von Gesundheitsminister Bahr kam gestern vor allem von den Krankenkassen. Der Verband der Ersatzkassen möchte die klinischen Krebsregister auf eins pro Bundesland begrenzen. Der AOK-Bundesverband will die Zuständigkeit der Länder beenden und fordert ein nationales Krebsregister.

Quelle: Märkische Allgemeine

Stimmen zum Sieg bei RuW

Florian:
Der Sieg bei „Rund um Weilerswist“ war unser erster und somit sehr wichtiger Erfolg. Er motiviert und hilft uns besonders dabei, uns Verhör zu verschaffen und zu präsentieren. Besonders die Teilnehmer waren überrascht, dass ein neues Team gewonnen hatte. Das Interesse nach dem neuen, unbekannten Team war groß. Besonders aber freue ich mich für Stephan, dem der Sieg bei Rund um Weilerswist ein ganz besonderes Anliegen war. Schade war nur, dass der Reporter des Kölner Stadt Anzeigers nicht unseren vollständigen Namen in dem Artikel vermerkt hatte.

Michael:
Dieses Jahr war es mir endlich möglich, bei „Rund um Weilerswist“ zu starten und mein Team zu unterstützen. Es war ein riesiger Spaß, mit so vielen Freunden und Verwandten an den Start zu gehen und ich war erstaunt, dass sich niemand von dem teilweise starken Regen aufhalten ließ. In einer größeren Gruppe zu fahren macht halt einfach Spaß, egal ob das Wetter mies ist.
Der Sieg kam überraschend und ich hoffe, dass wir alle diesen Pokal auch nächstes Jahr verteidigen können!

Stephan:
Ein sehr überraschender Erfolg. Nachdem wir im ersten Jahr nicht den Willen und im letzten Jahr viel Pech hatten, dachte ich, dass uns in diesem Jahr der Regen aufhält. Aber unsere unerschütterliche Truppe hat dafür gesorgt, dass es doch anders gekommen ist. Als erster Erfolg für unser Team ist der Gewinn des Pokals etwas ganz Besonderes, zumal „Rund um Weilerswist“ die für uns wichtigste RTF ist. Was die gute Stimmung ein wenig getrübt hat, ist, dass die Zeitung uns mit falschem Namen genannt hat, dadurch wurde unser Ziel, Aufmerksamkeit auf das Thema Krebs zu lenken, etwas verfehlt. Wir wurden zwar mit Krebs in Verbindung gebracht, der Effekt wäre aber höher, wenn man die Zahl „28 Millionen“ gehört hätte und dann nachschaut, wofür sie steht. Wir werden im nächsten Jahr, bei hoffentlich bestem Radfahrwetter, natürlich wieder am Start sein und werden versuchen, unseren Erfolg zu wiederholen.

Rund um Weilerswist 2012

Nachdem wir im letzten Jahr aufgrund eines Fehlers bei der Auszählung nur den vierten Platz erreicht hatten, wollten wir in diesem Jahr das Podium unbedingt erreichen. Schon Anfang des Jahres fingen wir an, so allmählich Leute für unsere Sache und damit unser Team zu gewinnen. Schnell war klar, dass wir unser Vorjahresergebnis (7 Teilnehmer) toppen würden. Bis eine Woche vor Rund um Weilerswist hatten wir 21 potenzielle Mitfahrer unter unseren Freunden und Verwandten gefunden. Unsere Teilnahme war optimal vorbereitet (mal davon abgesehen, dass unsere neuen Teamtrikots nicht rechtzeitig angekommen sind), nur das Wetter musste noch mitspielen. Doch die Vorhersagen waren die ganze Woche über schlecht und auch am Tag vor der Tour regnete es. Wir befürchteten, dass dies unsere Pläne zunichtemachte. Es kam aber ganz anders, denn immer mehr Leute meldeten uns, dass sie auch bei Regen fahren. Am Tag der Tour hatten wir trotz des Regens 18 Leute am Start. Rückblickend kann man sagen, dass der Regen uns, in Verbindung mit unseren eisenharten Mitfahrern, in die Karten gespielt hatte. Die üblichen Anwärter für den ersten Platz hatten im Regen nicht genug (positiv) verrückte Teilnehmer, sodass wir den ersten Platz mit deutlichem Vorsprung auf den Zweiten belegten. Die Überraschung war den Mitgliedern der anderen Vereine ins Gesicht geschrieben.

Ich bin mit Michael, Florian, Emanuel und Thomas auf der 70er Runde gestartet. Schon nach einem Kilometer setzte der Regen ein und wurde bis Heimerzheim immer stärker. Unangenehmer als der Regen war die Gischt des Vordermanns, da diese einen meist genau im Gesicht traf. Aufgrund des Regens haben wir uns bei der Streckentrennung in Morenhoven dazu entschlossen die kürzere, 40 km lange, Strecke zu fahren. Nach Morenhoven ließ der Regen nach und hörte in Ollheim (nach ~25 km) auf. Trotz des Wetters war die Stimmung in unserer Gruppe gut und wurde bei der Verpflegungsstation in Ollheim noch gesteigert, nachdem absehbar war, dass uns sogar der ganz große Coup gelingen könnte (wir trafen dort auf eine kleine Gruppe des Eifelvereins). Ebenfalls trafen wir auf eine weitere Gruppe unseres Teams, welche auf der 20er Runde unterwegs war. Auch bei ihnen schien die Stimmung trotz des Wetters gut zu sein. Auf den nächsten Kilometern trocknete die Strecke schnell ab, sodass wir die Tour weitestgehend trocken beenden konnten. Im Ziel angekommen, sammelte ich die Startnummern ein, um sie zurückzugeben. Auf meinem Weg zur Rückgabe begutachteten mich die Mitglieder des RTCs. Ich dachte, es würde Ärger geben, weil ich mit nassen Schuhen durch die Halle ging. Aber dafür gab es einen ganz anderen Grund, der mir mit folgenden Worten mitgeteilt worden ist „Ihr habt gewonnen…deutlich“. Voller Freude ging ich zurück zur Gruppe und verkündete die frohe Botschaft, aber irgendwie schienen sie es nicht ganz zu realisieren oder waren nach dem Regen einfach zu platt, um sich groß zu freuen. Ein paar Minuten später, als wir den Pokal in den Händen halten konnten, kam dann aber doch noch große Freude auf. Mit dem Pokal in den eigenen Händen wurde uns zudem schnell klar, dass wir im nächsten Jahr den Titel unbedingt verteidigen wollen. Nach einigen Siegerfotos verließen wir das Gelände als glücklicher, aber verdienter Sieger.

An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Bruno, Herbert, Horst, Ulla, Wolfgang, Helma, Wilma, Herbert, Thomas, Emanuel, Nicole, Margit, Maria, Sonja und Julia. Es war nicht selbstverständlich, dass ihr uns auch bei diesem Wetter unterstützt, es hat uns daher umso mehr gefreut, dass ihr gekommen seid.

Dank gebührt auch den Mitgliedern des RTC Weilerswist, welche, wie immer, eine tolle RTF geplant und organisiert haben und sich die Laune trotz des Wetters nicht allzu sehr verderben ließen.