Stammzelltransplantation bei älteren Krebs-Patienten

Studie soll Aufschluss über die individuellen Risiken geben

München/Berlin (gb) – Eine Stammzelltransplantation ist oftmals die einzige Heilungschance für Patienten mit bösartigen Erkrankungen des Blutes. Gerade bei älteren Menschen ist diese Behandlung jedoch sehr belastend und nicht ungefährlich. Daher wird in vielen Fällen auf diese Therapiemöglichkeit verzichtet. Wissenschaftler des Universitätsklinikums Freiburg entwickeln nun einen Leitfaden, der Ärzten dabei helfen soll, die möglichen Risiken einer Stammzelltransplantation bei älteren Krebs-Patienten besser einschätzen zu können. Im Rahmen einer Beobachtungsstudie werden 120 Betroffene auf ihre geistige und körperliche Verfassung vor, während und nach der Therapie hin untersucht, um Daten über die Verträglichkeit der Behandlungsmaßnahme zu gewinnen. Die Deutsche Krebshilfe fördert die Studie mit 165.000 Euro.

Bösartige Erkrankungen des Blutes treten deutlich häufiger bei Menschen über 60 Jahren auf als bei Jüngeren. Da bei Krebsarten wie der akuten myeloischen Leukämie (AML), dem Myelodysplastischen Syndrom (MDS) oder Lymphomen die blutbildenden Stammzellen im Knochenmark betroffen sind, ist eine Transplantation von gesunden Stammzellen eines fremden Spenders oftmals die einzige Behandlungsmöglichkeit. Dabei werden zunächst mittels einer hochdosierten Strahlen-/Chemotherapie das Immunsystem und die Blutbildung ausgeschaltet, damit die fremden Stammzellen nicht vom Körper abgestoßen werden. Dieser Vorgang wird als Konditionierung bezeichnet. Danach erhält der Patient die Spenderzellen als Infusion.

Doch gerade bei älteren Menschen ist eine solche Therapie risikoreich, da mit zunehmendem Alter oftmals zusätzliche Erkrankungen auftreten und viele Patienten die intensive Chemotherapie während der Konditionierungsphase nicht gut vertragen. Nach der Behandlung ist der Patient zudem für einen längeren Zeitraum äußerst anfällig für Infektionen, da sein Immunsystem erst wieder neu gebildet werden muss. Bisher hat der behandelnde Arzt nach eigener, subjektiver Einschätzung entschieden, ob der Patient für eine Stammzelltransplantation geeignet ist.

Mit dem Ziel, diese Entscheidung zu standardisieren, untersuchen Wissenschaftler unter der Leitung von Dr. Barbara Deschler, Abteilung Hämatologie-Onkologie des Universitätsklinikums Freiburg, in einer Studie den Nutzen eines so genannten „Geriatrischen Assessments“. Bei dieser altersmedizinischen Beurteilung wird mittels eines standardisierten Fragenkatalogs und verschiedenen Untersuchungen der körperliche und geistige Zustand der Betroffenen vor, während und nach der Behandlung ermittelt. Zudem werden Aspekte der Lebensqualität besonders berücksichtigt. Anhand der gewonnenen Daten wollen die Wissenschaftler einen Leitfaden erstellen, mit dem Vorhersagen über den möglichen Krankheits- und Therapieverlauf getroffen werden können. So soll zukünftig eine individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnittene Behandlung ermöglicht werden.

„Oftmals schließt schon allein ein höheres Patientenalter eine Stammzelltransplantation aus“, erklärt Deschler. „Unsere Studie soll dabei helfen, auch älteren Menschen diese therapeutische Option zu ermöglichen.“ Gerd Nettekoven, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, betont: „Ziel zahlreicher von uns geförderter Forschungsprojekte ist es, allen Betroffenen sowohl die bestmögliche Behandlung zu ermöglichen als auch gleichzeitig deren Lebensqualität während und nach der Therapie zu erhalten.“

Das Projekt ist Teil eines Förderungsschwerpunkt-Programms der Deutschen Krebshilfe, mit dem die Therapie von Krebs-Patienten im höheren Lebensalter verbessert werden soll. Insgesamt werden im Rahmen dieses Programms sieben Forschungsprojekte mit einer Gesamtsumme von rund 3,2 Millionen Euro unterstützt.

Hintergrund-Information: Stammzelltransplantation

Bei der Stammzelltransplantation werden gesunde Blutstammzellen übertragen. Aus diesen Zellen entstehen lebenslang alle Zellen des Blutes und des Abwehrsystems. Bei der „allogenen“ Transplantation werden die bösartig entarteten Stammzellen eines Krebs-Patienten durch gesunde Zellen eines Spenders ersetzt – nachdem die kranken Stammzellen vorher durch eine Chemo- oder Strahlentherapie zerstört wurden. Dies bietet insbesondere für Leukämie- und Lymphom-Patienten gute Heilungschancen. Sind die Stammzellen hingegen gesund, kann der Patient sein eigener Spender sein: Mediziner entnehmen dem Betroffen seine Blutstammzellen, bevor er eine Hochdosis-Chemotherapie erhält. Denn diese zerstört nicht nur die Krebs-, sondern auch die Stammzellen. Anschließend erhält der Patient seine eigenen Stammzellen zurück.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

Tour de France 2011

Wir gratulieren Cadel Evans ganz herzlich zum Sieg bei der Tour de France 2011. Ein würdiger Sieger der Veranstaltung, danke für drei tolle Wochen Radsport durch Frankreich.

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In Paris werden wir als NRW For LIVESTRONG selber dabei sein, um die Ankunft von Cadel Evans und allen anderen zu sehen. Ein Bericht darüber folgt nächste Woche. 

Lymphknoten nicht komplett entfernen, sondern bestrahlen

Viele Krebserkrankungen bilden zuerst an den Lymphknoten Metastasen. Deshalb entfernen die Chirurgen diese bei vielen Tumoroperationen vorsorglich mit – auch wenn sie nicht erkennbar vom Krebs befallen sind. Eine schonendere Alternative ist eine Strahlentherapie. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer aktuellen Studie an Patientinnen mit Brustkrebs hin. Diese zeigt, dass eine Bestrahlung der Lymphknoten nach der Brustoperation die Gefahr eines Tumorrückfalls senken kann.

„Dass das komplette Entfernen der Lymphknoten die Heilungschancen verbessert, wird heute zunehmend in Frage gestellt“, sagt Professor Dr. med. Jürgen Dunst, DEGRO-Präsident und Direktor der Klinik für Strahlentherapie an der Universität Lübeck. Eine radikale Lymphknotenchirurgie könne den Patienten sehr belasten und sogar seine Überlebenschancen vermindern, so der Experte. Dies haben Studien zum Magen- und Lungenkrebs gezeigt. Auch beim Brustkrebs sprechen aktuelle Daten dafür, auf eine Entfernung nicht vom Krebs befallener Lymphknoten zu verzichten.

Weniger belastend ist eine Bestrahlung der Lymphknoten. So konnte eine kanadische Studie bei Brustkrebspatientinnen zeigen, dass eine Strahlentherapie die Heilungschancen verbessern kann. Die Chirurgen entfernten neben dem Tumor nur die vergrößerten Lymphknoten. „Alle Frauen erhielten dann eine Bestrahlung der Brust, wie dies nach brusterhaltender Operation üblich ist. Bei einem Teil der Patientinnen wurden jedoch zusätzlich die nicht entfernten Lymphknoten in der Achselhöhle bestrahlt“, erklärt DEGRO-Präsident Dunst.

Die Studienergebnisse wurden kürzlich auf dem Jahreskongress der amerikanischen Fachgesellschaft für klinische Onkologie (ASCO) vorgestellt. Danach konnte die zusätzliche Strahlentherapie der Lymphknoten die Rückfallrate in den ersten fünf Jahren um ein Drittel senken. Zudem traten im weiteren Verlauf weniger Fernmetastasen auf. Auch ein Trend zu einer Verbesserung des Gesamtüberlebens war erkennbar. „Auf dem ASCO wurde bereits diskutiert, allen Frauen nach der Entfernung der befallenen Lymphknoten eine Bestrahlung der Achselhöhle anzubieten”, berichtet Dunst. Die DEGRO möchte vor einer endgültigen Empfehlung jedoch die Langzeitergebnisse und die Ergebnisse der Studie der European Organization for Research and Treatment of Cancer (EORTC) abwarten. Die ersten Daten werden in etwa drei Jahren erwartet.

Zur Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist eine lokale, nicht-invasive, hochpräzise Behandlungsmethode mit hohen Sicherheitsstandards und regelmäßigen Qualitätskontrollen. Bildgebende Verfahren wie die Computer- oder Magnetresonanztomografie ermöglichen eine exakte Ortung des Krankheitsherdes, so dass die Radioonkologen die Strahlen dann zielgenau auf das zu bestrahlende Gewebe lenken können. Umliegendes Gewebe bleibt weitestgehend verschont.

Quelle: Informationsdienst Wissenschaft

4 Fragen an Stephan

Das ist der letzte Teil unserer Interviewserie, diesmal beantwortete Stephan die vier Fragen.

 

Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du das Wort Krebs hörst?

Ehrlich gesagt eine ganze Menge, denn das Thema Krebs hat in meinen Gedanken ein komplexes Netzwerk entwickelt, es komplett wiederzugeben würde den Rahmen sprengen, daher nur die wichtigen Punkte.

Da sind z.B. meine beiden Großväter, welche an Krebs gestorben sind. Eine längere Leidensgeschichte mit Chemotherapie und eine kurze, bei der man hoffte, dass er nicht zu viel leiden muss. Dabei fällt mir ein, es ist mir bis heute ein Rätsel, warum eine Leukämie-Diagnose erst nach fast 2 Monaten Gewissheit wird. Dann sind da noch zahlreiche andere Krebsfälle bei Verwandten und Freunden, welche aber meistens ein gutes Ende hatten.

Dann ist da noch die „allgemeine“ Seite des Krebses, 28 Millionen diagnostizierte Krebsfälle auf der Welt, jährlich ca. 450.000 neue Krebsfälle allein in Deutschland. Die mit tödlichste Krankheit der Welt, aber sie hat nicht die Aufmerksamkeit, die nötig ist, um Krebs im großen Stil einzudämmen.

Wie siehst du die Krebsproblematik in Deutschland, bzw. auf der Welt?

Ich sehe die Krebsproblematik in Deutschland, aber ebenso weltweit, sehr dramatisch. Die Menschen reden nicht über die Krankheit, Risiken werden ignoriert. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass selbst ein Krebsfall in der Familie, in diesem Fall Lungenkrebs, die anderen Familienmitglieder oftmals nicht davon abhält, weiterzurauchen. Es muss scheinbar immer erst einen selber treffen, bevor jemand seine Denkweise ändert, und das regt mich ehrlich gesagt ziemlich auf, auch wenn ich in vielen Situationen selbst so handle.

Früher gab es noch die Problematik der Informationsarmut, 2004 z.B. waren hilfreiche Informationen im Internet Mangelware. Jetzt ist es umgekehrt, es gibt eine Informationsflut, sodass man sich schonmal schwer tut, die richtigen Informationen zu finden. Das ist eine Problematik, die wir bei NRW For LIVESTRONG versuchen, zu ändern.

Die Forschung ist bereits auf einem sehr guten Weg, es fehlen nur leider oftmals die Mittel, um effektive Forschungsnetzwerke zu etablieren.

Was muss sich ändern?

Die Denkweise der Menschen muss sich ändern, dieses „mich betrifft das nicht“-Denken ist nicht nur höchst unmoralisch, es ist auch schlicht falsch. Krebs unterscheidet nicht zwischen den Menschen, es ist der Krankheit vollkommen egal, welchen Menschen sie befällt. Krebs kann jeden treffen, und wenn wir mal in unserem Stammbaum forschen, werden wir sehen, dass Krebs in jeder Familie aufgetreten ist. Ich gehe sogar so weit und behaupte, dass jeder jemanden kennt, der die Krankheit in seinem Leben hatte.

Das bringt mich auch zu einer Verantwortung der Überlebenden, diese sollten sich nicht verstecken bzw. die Krankheit tot schweigen. Sie haben vermutlich den größten Einfluss, und damit die größte Chance, ihre Verwandten über die Krankheit aufzuklären und die Denkweise zu verändern.

Glaubst du daran?

Ich bin überzeugt davon, dass diese Änderungen möglich sind, weiß aber auch, dass es ein sehr hartes Stück Arbeit wird. Mit jeder Person mehr, die sich auch nur minimal engagiert oder die ihre Denkweise ändert, kommen wir dem Ziel etwas näher.

 

Eine Bitte hätte ich noch. Bitte unterschreibt LIVESTRONG’s offenen Brief an die Regierungen dieser Welt. Danke. => http://SignOn.LIVESTRONG.org/

Rund um Weilerswist

Hier ist er, unser Bericht zu „Rund um Weilerswist“ 2011. Das wichtigste zuerst, wir haben, inoffiziell, den dritten Platz erreicht. Inoffiziell weil wir durch einen Fehler in der Auszählung der Teilnehmer nur auf Platz vier gewertet worden sind. Natürlich werden wir im nächsten Jahr wieder antreten und hoffen auf ein zahlreicheres Interesse von euch, an einer Teilnahme für unser Team.

Jetzt aber zum eigentlichen Bericht. Um 10 Uhr gings los. Zwei Fahrer auf der 70 km Strecke und fünf auf der 40 km Strecke. Da ich, Stephan, auf der 70 km Strecke unterwegs war, kann ich über die 40 km Strecke nichts erzählen, außer, dass alle gut durchgekommen sind.

Von Beginn an war klar, dass der Wind eine wichtige Rolle spielen wird, dieser war nämlich recht stark. Nach wenigen Kilometern haben wir gesehen, dass eine andere Radlertruppe einen Defekt hatte, freundlich wie wir sind haben wir angehalten und mit einer Pumpe ausgeholfen. Nach ca. 10 Minuten ging es weiter zum ersten Kontrollpunkt in Flerzheim, wo wir uns nicht lange aufhielten und weiter Richtung Eifel fuhren. Nach längerer Fahrt im Wind und einer allgemein nicht so guten Form musste ich hinter Rheinbach abreißen lassen und Florian machte sich allein auf dem Weg zum „Gipfel“. Auf der Abfahrt kam ich wieder dran und habe am nächsten Berg nicht mehr abreißen lassen. Was folgt war die zweite Verpflegungsstation in Arloff. Hier haben wir uns etwas länger verpflegt. Eine kleine Anekdote, kurz vor der Weiterfahrt haben wir erfahren, dass die Fahrerinn mit der Panne von den ersten Kilometern, wieder eine Panne hat. Von Arloff an ging es flach weiter durch die wunderschöne Voreifel. Ein kleines Ärgernis war ein Windschattenfahrer, welcher ohne ein Wort zu sagen 4-6 km unseren Windschatten genutzt hat, dann angetreten ist und sich einen neuen Windschatten gesucht hat. Es gibt aber auch andere Beispiele, so hat ein anderer Fahrer unseren Windschatten genutzt, sich dafür bedankt, tschüss gesagt und uns noch ein wenig Windschatten gegeben.

Das eigentliche Highlight der Tour war dann aber im Ziel in Weilerswist. Ein Fahrer eines anderen Vereins hat uns gefragt wo man unsere Trikots bekommt, wir haben ihn natürlich an den LAF Store verwiesen. Wir fallen also, zumindest unter den Radfahrern, auf.

2012 werden wir wieder antreten, dann, so hoffe ich, endlich mit der Mannschaftsstärke welche nach Aussagen potenzieller Teilnehmer möglich ist. In diesem Jahr sind vier Personen wegen Verletzungen, drei wegen Urlauben und eine wegen Arbeit ausgefallen.

4 Fragen an Florian

Hier ist der zweite Teil unserer Interviewserie, diesmal stand Florian Rede und Antwort. Nächste Woche folgt dann Stephan.

 

Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du das Wort Krebs hörst?
Wenn ich das Wort Krebs höre, denke ich an meine Cousine. Es sind mehrere Dinge, die mir da über sie durch den Kopf gehen. Sie ging gerade in die 12te Klasse, als sie an Krebs erkrankte. Als wir (meine Familie) davon erfuhren, waren wir geschockt. Was es bedeutet, an Krebs zu erkranken und wie schnell es jemanden, sogar im engsten Umkreis, treffen kann, war mir bis zu diesem Moment nicht klar. Ich wusste auch nicht, wie ich ihr gegenüber mit dieser Situation umgehen sollte. Umso beeindruckter war und bin ich, wie sie mit der Situation umgegangen ist und dies immer noch tut.

Wie siehst du die Krebsproblematik in Deutschland, bzw. auf der Welt?
Wie man es ja an dem Beispiel meiner Cousine sieht, kann es jeden und vor allem auch schon in jungem Alter treffen, was für mich sehr erschreckend ist. Entsprechend sollten Krebsvorsorgeuntersuchungen schon in frühem Alter durchgeführt werden. Oft wird Krebs erst spät diagnostiziert, wenn der Kampf gegen den Krebs schwer ist oder sogar zu spät.
Viel zu vielen Menschen sind die Risiken nicht bewusst und/ oder sie ignorieren das Thema Krebs einfach.
Zudem ist erschreckend, wie viele Menschen z. B. noch rauchen, obwohl sie wissen, wie gefährlich es ist. Das Bewusstsein ist vielen einfach noch nicht gegeben.

Was muss sich ändern?
Ändern muss sich zunächst das Bewusstsein der Menschen. Es sind zu viele, die die Risiken einfach noch nicht kennen. Der Aufdruck von Warnungen auf Zigarettenverpackungen als Beispiel ist ein guter Schritt, um auf Risiken aufmerksam zu machen.
Natürlich gibt es auch solche Menschen, die bewusst auf verschiedene Art und Weisen ein erhöhtes Krebsrisiko eingehen. Die Aufschrift der Gefahren auf den Zigarettenschachteln scheint bei den Rauchern nicht sehr wirkungsvoll zu sein. Viele Menschen denken erst um, wenn sie selber betroffen sind/ waren.
Um dem vorzubeugen, muss die Präsenz in den Medien erhöht werden. Wir versuchen dies beispielsweise in und außerhalb des Internets, indem wir neueste Informationen auf unserer Webseite und Plattformen wie Twitter und Facebook veröffentlichen, die wir ebenfalls im Netz aufschnappen oder in anderen Medien aufgenommen haben. Aufmerksamkeit durch Präsenz.

Es ist auch wichtig, Erfahrungen auszutauschen oder mit Gleichgesinnten gemeinsam gegen Krebs zu kämpfen. Das hat auch meiner Cousine geholfen. Dazu müssen Plattformen geschaffen werden und darauf hingewiesen werden, dass sie existieren.

Glaubst du daran?
Ich glaube daran, und nicht nur, weil es sonst sinnlos wäre, sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Neue Impfstrategie gegen Krebs

Durch einen Trick kann das Immunsystem den Tumor leichter erkennen und angreifen

Hannover. Tumoren durch eine Impfung auszuschalten ist der Traum vieler Krebsforscher. Forschern der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist es jetzt bei Mäusen gelungen, eine neuartige Immuntherapie gegen Krebs zu entwickeln. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im „Journal of Clinical Investigation“.

Bisher scheiterten Impfstrategien daran, dass bösartige Tumoren immer wieder neue Wege finden, sich den Angriffen des körpereigenen Immunsystems zu entziehen. „Ein wesentlicher Grund für die Wirkungslosigkeit von Impfungen gegen Krebs ist, dass Tumorgeschwülste ihre Strukturen so verschleiern können, dass der Körper sie nicht als fremd erkennt und deswegen toleriert. Auch wenn sich einzelne Abwehrzellen bilden, kann sich keine wirksame Immunreaktion gegen den Krebs aufbauen“, sagt Dr. Florian Kühnel von der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie an der MHH. Der Forscher hat zusammen mit Prof. Stefan Kubicka eine Möglichkeit gefunden, diesen Mechanismus außer Kraft zu setzen. „Wir haben genetisch veränderte Adenoviren direkt in den Tumor injiziert und dadurch eine Entzündung verursacht“, erläutert Florian Kühnel. „Mit dem Einsatz dieser Viren bleibt die Entzündung weitestgehend auf den Tumor beschränkt, sodass kaum Nebenwirkungen auftreten. Durch die Entzündung ist der Tumor anschließend aber so stark geschwächt, dass er seine Tricks zur Täuschung des Immunsystems nicht mehr aufrechterhalten kann.“

Diese Situation nutzen die Forscher, um die Mäuse gegen den Tumor zu impfen und damit die Abwehrzellen zu aktivieren. „Wir verabreichen den Tieren bestimmte Immunzellen. Diese werden zuvor mit den Tumormerkmalen gefüttert, die bekämpft werden sollen. Anschließend sorgen sie für eine Vervielfältigung und Aktivierung passender Abwehrzellen“, sagt Kühnel. Dank dieses Tricks sind die Abwehrzellen nun in der Lage, den Tumor wirksam zu bekämpfen. „Damit ist es uns gelungen, nicht nur den ursprünglichen Tumor, sondern auch die Metastasen zu therapieren“, sagt Kühnel. Denn die Abwehrzellen beseitigten die Metastasen auch dann, wenn diese nicht durch die Adenoviren infiziert waren.

Die Anwendung dieser neuen Form der Immuntherapie, sagt Kühnel, könne er sich bei vielen Krebsarten vorstellen, bei denen sich eine deutlich sichtbare Geschwulst bildet, zum Beispiel bei Darmkrebs oder bei bösartigen Tumoren der Lunge.

Von den jetzigen Ergebnissen bis zu einer Anwendung am Menschen ist es für die Forscher zwar noch ein weiter Weg. Er sei aber grundsätzlich optimistisch, sagt Florian Kühnel: „Wir hoffen, dass wir schon in einigen Jahren mit den ersten klinischen Studien beginnen können.“

Quelle: Abendblatt.de 

4 Fragen an Michael

Hier ist der angekündigte erste Teil unserer dreiteiligen Interviewserie, welche ab heute jeden Freitag erscheinen wird. Als erstes hat Michael die vier Fragen beantwortet, nächste Woche folgt Florian und in zwei Wochen ist Stephan an der Reihe.

 

Was kommt dir als erstes in den Sinn, wenn du das Wort Krebs hörst?
Schmerz, Verlust und Tod sind die ersten Worte, die mir in den Sinn kommen. Ist dies verwunderlich, wenn Krebs die zweithäufigste Todesursache in Deutschland ist?
Aber gleichzeitig denke ich an all die starken Menschen, die gegen den Krebs ankämpfen und es vielleicht sogar bald schaffen oder geschafft haben, diese gefährliche Krankheit zu besiegen.

Wie siehst du die Krebsproblematik in Deutschland, bzw. auf der Welt?
Ich denke, es ist vor allem die Lebensweise und Denkensweise der Menschen: „Ich bin ja gesund“, „Ich genieße das Leben“ oder „Mich trifft es eh nicht“. Jedem ist Krebs bekannt, das hoffe ich zumindest sehr. Aber trotzdem konsumieren wir zum Beispiel Güter, auf denen steht, dass sie die eigene Gesundheit gefährden, sogar tödlich sein können. Dafür geben im EU-Schnitt fast 1/3 der Menschen ihr Geld aus. Unfassbar.

Was muss sich ändern?
Es muss den Menschen bewusst werden, dass man Krebs ernst zu nehmen hat. Ich hoffe, die Menschen fangen an, bewusster und gesünder zu leben. Ist die Gesundheit denn nicht das wichtigste für einen Menschen?

Glaubst du daran?
Ja, ich glaube daran. Der Mensch lernt aus Fehlern und ich hoffe, er lernt auch irgendwann einmal daraus und gibt dieses Wissen auch an seine Mitmenschen weiter. Denn so eine Erkenntnis muss generationsübergreifend sein.

Survivorship Notebook

Bald könnt ihr bei uns Teile des LIVESTRONG Survivorship Notebooks bei uns lesen, vorab schonmal ein kleiner Auszug aus diesem.

 

BEFORE CANCER I JUST LIVED, NOW I LIVE STRONG.

If there is one thing cancer has taught me, it’s that we are stronger than we think. When times get tough, we find a way through. When we think we’ve had all we can take, we find the will to go on. When you believe in your strength and know how to tap into it, you LIVE STRONG. It’s about trusting that your strength will be there for you to fight cancer, to race, to love, to take risks, to dream.

If you’re a cancer survivor, you know what I’m talking about. Every day, you have a choice to LIVE STRONG. Every day, you decide how to spend your time and energy – who you will be with, what you will do, and what you need to feel good about yourself. Living strong means being true to yourself. Living strong is whatever you want it to be; it is personal. It may change from day to day.

Life is messy and this illness is messy. We’re here to help people sort through everything that comes their way. We hope that through information and knowledge we can help people not only survive, but thrive. It’s one thing to live, but it’s another thing to live strong, to attack the day and attack your life with a whole new attitude. Before cancer I just lived, now I LIVE STRONG.

At the foundation, we believe that knowledge is power and attitude is everything. We created this Survivorship Notebook to be one of the things that helps you to find your strength. Use it and make it your own. Add your thoughts, pictures, articles, records and anything in your life that inspires you to LIVE STRONG.

LIVE STRONG,

Lance Armstrong