Highlights der Eifeltour

Die Radsportsaison steht vor der Tür, am 12.März startet die Eifeltour zu ihrer 5. Auflage. Hier eine Übersicht über die Highlights der Tour, wobei natürlich nicht sicher ist ob diese Etappen gefahren werden, da in diesem Jahr keine Touren vorgeschrieben sind.


Die Etappennummern orientieren sich an dem „Eifeltour Tourenbuch“.

Etappe 2: Vernich-Bad Münstereifel-Altenahr-Oberwinter-Bonn-Vernich
Mit 130 Kilometern die längste Etappe im Tourenbuch, aber auch eine der schönsten, diese Etappe ist 2010 zum ersten Mal an einem Tag gefahren worden. Es gibt drei Regionen zu bewundern, die Ville, die Eifel und das Rheingebiet.

Etappe 5: Derkum-Kurtenberg-Krälingen-Lind-Effelsberg-Reckerscheid-Nettersheim
Eine klassische Bergetappe mit dem Höhepunkt „Lindner Höhe“, dem wohl härtesten Berg der Eifeltour. Diese Tour schlängelt sich durch wunderschöne Eifellandschaften. Mit 1253 hm gehört sie zu der obersten Kategorie.

Etappe 7: Derkum-„Col de la Stone“-Binzenbach-Winnen-Lind-Schönau-Derkum
Galt jahrelang als Königsetappe, weil sie zwei sehr harte Berge, 100 km und ohne Ende Höhenmeter hat, aus Sicht der Höhenmeter ist sie jedoch von Etappe 20 abgelöst worden. Sie führt durch das Sahrtal, was die Fahrer an diesem Tag jedoch nicht genießen können.

Etappe 8: Schmidtheim-Kronenburg-Hünningen-Wirtzfeld-Schöneseifen-Schmidtheim
„Die Ardennenschlacht“, die erste Etappe die über belgischen Boden führt. Es gibt keine langen Ansteige, aber viele kleine giftige (mit insgesamt 1200 hm). So weit im Süden war die Eifeltour noch nie. Schöne Landschaften erwarten die Fahrer.

Etappe 9: Kall-Gemünd-Einruhr-Monschau-Schleiden-Broich-Kall
2009 wurde diese Etappe als Saisonauftakt im Schnee gefahren, 2011 soll sie im Frühling gefahren werden. Bereits 2009 zeigte sich eine wunderbare Landschaft im Schnee, wie wird diese erst mit saftigem Grün wirken? 

Etappe 10: Euskirchen-Zülpich-Nideggen-Heimbach-Hergarten-Ottenheim
„Die Nostalgietour“, es war die erste je gefahrene Rureifeletappe (2007). Bis auf minimale Änderungen um die Route rennradfähig zu machen entspricht sie dem Verlauf von 2007. Wir freuen uns auf den Anstieg hinter Heimbach, der erste gefahrene Eifeltouranstieg.

Etappe 11: Ottenheim-Hergarten-Einruhr-Monschau-Schleiden-Kall
1464 hm auf 104 km wollen überwunden werden, 6 mehr oder weniger große Anstiege, landschaftlich sicherlich ein Highlight, aber auch hier kann man es je nach Tagesform nicht genießen 😉

Etappe 14: Vernich-Bonn-Oberwinter-Altenahr-Effelsberg-Vernich
Fast derselbe Tourenverlauf wie Etappe 2, jedoch wird diese Variante mit dem Uhrzeigersinn gefahren, dadurch liegt der Anstieg zum Decke Tönnes bei Kilometer 100 was den Anspruchsgrad der Tour deutlich erhöht.

Etappe 16: Weilerswist-Meckenheim-Krälingen-Scheuren-Antweiler-Vernich
Dies ist die 114 km Strecke von „Rund um Weilerswist“. Eine Kombination aus Ville, Eifel und Börde, landschaftlich ein Hochgenuss und nicht zu anspruchsvoll.

Etappe 19: Vernich-Roisdorf-Oberwinter-Oedingen-Kottenforst-Vernich
Wieder geht’s zum Rhein, diesmal aber auf 88 Km länger. Die Ahreifel wird bei Kilometer 50 minimal gestreift, eine Etappe zum Genießen.

Etappe 20: Derkum-„Col de la Stone“-Kirchsahr-Effelsberg-Winnen-Plittersdorf-Rupperrath-Decke Tönnes-Bad M’eifel
Das Höhenprofil erinnert eher an einen Krokodilrücken als an eine Radtour. Auf 96 Kilometern werden 1677 Höhenmeter überwunden, mehr gab es noch nie während einer Tour. Sechs Berge der höchsten Kategorie, vier der dritten und zwei der fünften.

Natürlich beinhaltet das Tourenbuch auch eine Vielzahl leichter Etappen und es besteht jederzeit die Möglichkeit, Touren individuell zu gestalten.

Spenden sammeln

Wir sind jetzt schon ein paar Mal auf das Sammeln von Spenden für LIVESTRONG angesprochen worden, darum hier mal eine Art offizielle Stellungnahme.

Also grundsätzlich sammeln wir keine Spenden, wir wollen die Stiftung und das Thema Krebs bekannt machen. Die Menschen sollen zum Handeln bewegt werden, wie sie handeln bleibt ihnen selbst überlassen. Wenn ihr spenden wollt könnt ihr das direkt über LIVESTRONG machen.

Alternativ könnt ihr auch über ein Team LIVESTRONG Mitglied spenden um diese bei ihrer Sammlung zu unterstützen. Wir möchten besonders die Seite von Henrike Hirsch hervorheben, da diese uns stets bei Fragen unterstützt. Ihr könnt aber auch über meine Spendenseite spenden.

Wenn ihr trotz dieser Möglichkeiten an uns spenden wollt, werden wir das Geld natürlich zu 100% an die Stiftung weiterleiten.

Stephan Eilers (Teamchef NRW for LIVESTRONG)

Verwandte von Hautkrebspatienten sonnen sich weiterhin ohne Sonnenschutz

Eine US-Studie belegt, dass viele Menschen, deren Verwandte an Hautkrebs leiden oder litten, sich weiterhin ohne Sonnencreme sonnen.

Junge Frauen verhalten sich am stärksten so, da sie eine starke Bräunung für gesund und attraktiv halten, sagen die amerikanischen Forscher.

Professor Sharon Manne vom Centre Cancer Prevention and Control Program in New Jersey sagt, dass, auch wenn es bekannt ist, dass eine Familie mit vielen Melanomfällen (schwarzer Hautkrebs) in der Vergangenheit das eigene Risiko erhöht, “viele von diesen es immer noch nicht für nötig halten, jegliche Form des Sonnenschutzes zu nutzen“.

Sie und ihre Kollegen haben 545 Verwandte ersten Grades von Menschen, welche an Malignen Melanomen  litten befragt.

In einem Bericht, welcher in der Zeitung “BioMed Central Public Health” erschienen ist, haben sie zusammengefasst: „Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass sich Menschen, die einen schweren Krebsfall in der Familie haben oder selbst stark gefährdet sind, an Melanomen zu erkranken, nicht dazu bringen lassen, ihren Sonnenschutz zu verbessern oder die Sonnenbestrahlung zu mindern.“

In Britannien wird jährlich bei über 10.000 Menschen Malignes Melanom diagnostiziert, dem gefährlichsten Hautkrebstyp, da es ein großes Potenzial hat, zu streuen (metastasieren). Die Fälle haben sich in weniger als 20 Jahren verdoppelt.

Wenn die Krankheit frühzeitig erkannt wird, bestehen gute Chancen auf eine vollständige Heilung. Wird sie zu spät erkannt, sind die Chancen auf eine Heilung sehr schlecht. Fast 2000 Menschen (in Britannien) sterben jährlich an Malignen Melanomen.

Ausgelöst werden Melanome durch eine übermäßige Bestrahlung mit UV-Licht – egal ob durch Sonnenlicht oder Solarien.

2007 starb Zita Farrelly, 29, aus Manchester, an Hautkrebs, nachdem sie zweimal täglich auf die Sonnenbank ging, seit sie 14 Jahre alt war.
Prof. Manne sagt: „Um die Häufigkeit von Melanomen zu reduzieren, müssen wir den wahrgenommenen Nutzen des Sonnenbades revidieren und die Nutzung von Sonnenschutz forcieren.“

Jessica Harris, Leiterin der Gesundheitsinformation bei Cancer Research UK, sagt: „Eine Familiengeschichte mit vielen Melanomfällen zu haben, erhöht das Risiko, zu erkranken, es ist also wichtig, dass Verwandte von Hautkrebspatienten, ebenso wie Menschen mit heller Haut, hellem oder rotem Haar, vielen Leberflecken oder Sommersprossen wissen, wie sie ihr Hautkrebsrisiko senken können.“

„Die Sonne geschützt genießen und Sonnenbrände vermeiden reduziert das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Sonnenbrand ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die Haut von UV-Strahlen beschädigt worden ist.“ 

Quelle: The Telegraph

Mutation schützt vor Krebs und Diabetes

Eine Gruppe von etwa 100 kleinwüchsigen Menschen in Ecuador erkrankt fast nie an Diabetes oder Krebs. Eine Rolle scheint eine Genmutation zu spielen, berichten Forscher im Journal „Science Translational Medicine“. Bei einer Studie über 23 Jahre fand das Team um Jaime Guevara-Aguirre und Valter Longo heraus, dass bei allen Menschen, die fast nie an altersbedingtem Diabetes oder an Krebs erkrankten, das Wachstumshormon GHR mutiert ist. Möglicherweise hat die Blockade des Gens in ausgewachsenen Menschen eine ähnliche zellschützende Wirkung wie bei den Kleinwüchsigen.

Quelle: Welt-Online 

Bluttest vereinfacht Diagnose und Therapie von Krebs

Ein neues Verfahren filtert eine im Blut zirkulierende Tumorzelle aus einer Milliarde gesunder Zellen heraus. Es gibt bereits Pilotprojekte.

Ein Bluttest kann die Diagnose von Krebs erleichtern und sowohl die Wahl als auch die Kontrolle der Therapie optimieren. Was nach Science Fiction klingt, nutzen einige US-Krebszentren schon in Pilotprojekten. Das Verfahren filtert eine im Blut zirkulierende Tumorzelle aus einer Milliarde gesunder Zellen. Nun will die Industrie das Verfahren für den medizinischen Alltag vorbereiten.

Anfang des Jahres kündigte der US-Pharmagigant Johnson & Johnson an, die CTC-Technologie (Circulating Tumor Cell) zusammen mit Forschern des Massachusetts General Hospital auf den Markt zu bringen. Außerdem werden vier der größten amerikanischen Krebszentren das Verfahren in diesem Jahr in Pilotprojekten einsetzen und bewerten.

Die Folgen eines zuverlässigen Bluttests für die Medizin sind kaum absehbar. Krebszellen im Blut gelten als Hinweis darauf, dass ein Tumor Metastasen schon gebildet hat oder bald bilden wird. Ein Verfahren, das diesen Prozess erkennt, könnte die Bekämpfung vieler Krebsarten revolutionieren, darunter Tumoren von Brust, Prostata, Lunge oder Darm. Zudem kann der Test verraten, welche Therapie bei einem Patienten den größten Erfolg verspricht und ob eine Behandlung anschlägt. „Das ist eine Art Flüssigkeitsbiopsie„, erläutert Miterfinder Daniel Haber vom Massachusetts General Hospital.

Damit erspare man Patienten die schmerzhafte und aufwendige Gewebeentnahme. „Das hat ein enormes Potenzial, deshalb der ganze Wirbel„, sagt Mark Kris. Der Lungenkrebsexperte vom Memorial Sloan-Kettering Krebszentrum in New York war nicht an der Entwicklung des Verfahrens beteiligt, wird den Test aber im Lauf des Jahres eingehend prüfen.

Meist wird eine Krebserkrankung erst durch eine Biopsie diagnostiziert. Aber oft liefern die dabei entnommenen Gewebeproben nicht genug Informationen über genetische und biologische Eigenschaften sowie Schwachstellen des Tumors. Und wenn Ärzte eine Chemo- oder Strahlentherapie verordnen, sehen sie oft erst nach Monaten anhand einer Computertomografie (CT), ob die Behandlung tatsächlich wirkt oder nicht.

Mit der neuen Blutanalyse ließe sich eine Therapie direkt begleiten, betont Kris. Der Arzt könnte dem Patienten einen Wirkstoff verabreichen und deren Wirkung schon am Folgetag anhand einer Blutprobe beurteilen. „Wenn man rasch merken würde, ob eine Therapie hilft oder ob man besser eine andere versucht, wäre das ein Riesenfortschritt„, sagt Haber.

Das einzige derzeit vergleichbare Verfahren mit dem Namen CellSearch liefert lediglich eine Zellzählung, aber keine Zellprobe, die Mediziner analysieren können. Der neue Test enthält auf einem Mikrochip 78.000 winzige Stäbchen, die mit Antikörpern versehen sind. Die Zellen im Blut durchlaufen das ganze Arsenal, wobei die Krebszellen an die entsprechenden Antikörper binden. Forscher können die farblich markierten Übeltäter dann zählen und analysieren. Der Test könne eine Tumorzelle aus einer Milliarde Zellen filtern, sagt Mitentwickler Mehmet Toner von der Universität Harvard.

Quelle: Welt-Online 

Erfolge bei der Krebsbehandlung

1,3 Millionen Menschen werden 2011 in der EU an Krebs sterben, sagen italienische und Schweizer Wissenschaftler. Das sind statistisch gesehen immerhin sechs bis sieben Prozent weniger als 2007.

Fast 1,3 Millionen Menschen werden in Europa dieses Jahr an Krebs sterben, schätzen Forscher von den Universitäten im italienischen Mailand und Lausanne in der Schweiz. Auf diesen Trend schließen die Wissenschaftler aufgrund von Daten aus 27 EU-Mitgliedern aus den Jahren 1970 bis 2007.

Damit steigt die Zahl der Krebstoten im Vegleich zum Jahr 2007 absolut gesehen zwar an – damals hatte die Zahl bei 1.256.000 Krebsopfern gelegen. Werden die Häufigkeiten jedoch auf jeweils 100.000 Menschen in der Bevölkerung bezogen und die Risiken für verschiedene Altersgruppen unterschieden, so kommen die Forscher für das Jahr 2011 auf eine Prognose von 143 Krebstoten auf 100.000 Männer, während es 2007 mit 154 etwas mehr waren. Für die weibliche Bevölkerung rechnen sie mit 85 Todesopfern auf 100.000 Frauen im Jahr 2011, während es 2007 91 gewesen waren.

Demnach würden im Vergleich zu 2007 sieben Prozent weniger Männer und sechs Prozent weniger Frauen ihr Leben aufgrund einer Krebserkrankung verlieren.

Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Annals of Oncology“ vom Mittwoch. „Seit den späten achtziger Jahren ist bei Männern in der EU ein Rückgang bei den Todesraten für Krebs festzustellen, bei den Frauen begann es sogar noch früher“, heißt es in der Studie.

Die zurückgehenden Zahlen seien vor allem besseren Heilungserfolgen bei Brustkrebs bei Frauen sowie Darmkrebs bei Männern zu verdanken. Diese Krebsarten sind zusammen mit Lungenkrebs am häufigsten tödlich.

Bei Männern wird den Schätzungen zufolge wie in den Jahren davor besonders Lungenkrebs zur Gefahr, 2011 könnten daran mehr als 28.000 Männer sterben. Die Frauen verzeichnen die höchste Todesrate bei Brustkrebs mit bis zu 17.300 erwarteten Fällen.

Doch wie in den meisten EU-Ländern ist beim Lungenkrebs bei Frauen ein Trend nach Oben zu verzeichnen. 2006 waren in Deutschland 11.900 Frauen an Lungenkrebs gestorben, 2011 sollen es bis zu 13.600 sein. In Polen hat Lungenkrebs als Todesursache bei Frauen sogar Brustkrebs überholt. Polen hat auch insgesamt sowohl bei Männern als auch Frauen die höchsten Todesraten bei Krebs.

Trotz einiger ermutigender Zeichen werde die Zahl der Krebstoten in der EU wegen der Überalterung der Bevölkerung in Zukunft vermutlich vergleichsweise stabil bleiben, sagte Studienleiter Carlo La Vecchia.

Quelle: Sueddeutsche.de 

Krebs macht den Deutschen am meisten Angst

Hamburg (dpa/tmn) – Krebs ist die Krankheit, vor der sich die Deutschen besonders fürchten. Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK ergeben. Demnach haben 73 Prozent am meisten Angst davor, Krebs zu bekommen.

Fast gleich auf liegen der zufolge Unfälle mit schweren Verletzungen (53 Prozent) und Schlaganfälle (52), dicht dahinter folgt eine Demenzerkrankung wie Alzheimer (50). Immerhin noch 45 Prozent erreicht die Angst vor einem Herzinfarkt. Vor einer schweren Lungenerkrankung fürchten sich dagegen nur 26 Prozent, noch weniger vor Diabetes (20) und vor einer Geschlechtserkrankung (14).

Trotz der großen Furcht vor Krebs nehmen nur 60 Prozent der Befragten Krebs-Früherkennungsuntersuchungen wahr. 44 Prozent nutzen Gesundheitschecks gegen Herzkreislauf-Erkrankungen. Frauen gehen insgesamt etwas häufiger zu solchen Untersuchungen als Männer, Ältere mehr als Jüngere. Wichtiger ist den meisten Bewegung: 80 Prozent treiben Sport, um Krankheiten vorzubeugen.

Ähnlich viele trinken aus diesem Grund nur wenig Alkohol (78) und achten auf eine gesunde Ernährung (77). Mehr als zwei Drittel rauchen deshalb nicht. Nach Angaben der DAK gelten als vermeidbare Krebsrisiken Rauchen, erhöhter Alkoholkonsum, hohes Übergewicht und zu hohe Sonnenbelastung. Für die Studie befragte das Meinungsforschungsinstitut Forsa 3015 Menschen ab 14 Jahren im Oktober 2010.

Quelle: Sueddeutsche.de

 

Wenn die Angst da ist, dann darf man sich nicht verkriechen, man muss handeln, um die Angst und, in diesem Fall, den Krebs zu besiegen.  

Ärzte werben für mehr Prävention

Etwa ein Drittel aller Krebserkrankungen könnte durch gesunde Lebensweise vermieden werden. Darauf macht die Weltkrebsorganisation (UICC) zum Weltkrebstag an diesem Freitag aufmerksam. Allein in Deutschland wären so bei rund 450 000 Neuerkrankungen pro Jahr etwa 180 000 Krebsdiagnosen vermeidbar. Hauptursache für eine Krebserkrankung sind nach UICC-Angaben Tabakkonsum, zu viel Alkohol, hohe Sonnenbelastung und Fettleibigkeit. «Wir müssen die Menschen zu mehr Verantwortung im eigenen Leben bewegen», mahnte Professor Dr. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.

Schon 30 Minuten aktive Bewegung pro Tag würden für einen Erwachsenen ausreichen, um das Erkrankungsrisiko für viele Krebsarten zu senken. Für Kinder und Jugendliche empfehlen die Experten 60 Minuten. «Wir haben heute gute Daten, die den Nutzen von Bewegung zur Krebsvermeidung gut belegen», sagt Hohenberger. 

Außerdem könne die Teilnahme an Früherkennungsprogrammen die Todesfallrate durch Krebs um ein Drittel senken, denn Tumoren würden dann oft früh und in heilbarem Stadium erkannt. Für Deutschland würde das 70 000 Todesfälle weniger bedeuten. «Und trotz dieses Wissens sind die Teilnahmeraten erschütternd. Gerade mal jede zweite Frau und jeder fünfte Mann nehmen die Chancen der Krebsfrüherkennung wahr», kritisierte Hohenberger. Hier müsse die Politik die Menschen stärker in die Pflicht nehmen.

Quelle: Pharmazeutische Zeitung online